Kunststoffprodukte von der Idee bis zum fertigen Produkt.

Alles unter einem Dach.

Eckhardt Rehberg zu Gast bei emano – Der Nordkurier berichtet

Michael Kelm (links) und Hubert Börger (rechts) erläutern Eckhardt Rehberg (Mitte), Bundestagsabgeordneterder CDU, die Wirkungsweise der Aluminiumwerkzeuge bei der Formung einer Wildwanne.

Präzision in Metall und Plastik

Plastik ist das Geschäftsfeld der Firma Emano Kunststofftechnik. Ihr Erfolgsgarant ist die eigene Fertigung der hochpräzisen Werkzeuge.

VON EBERHARD ROGMANN


TETEROW.

Er mutet eher wie ein Künstler an als ein Schlosser, so sensibel führt Thomas Sandberg die Schleifmaschine über die Aluminiumform. Sorgfalt und Konzentration sind hier gefordert, denn ein Fehlgriff würde die gesamte Form unbrauchbar machen. Der junge Mann hinter der Schutzbrille ist die Ruhe selbst, lässt sich von Besuchern nicht stören. Erst als die Maschine abgestellt ist, schiebt er sein Visier hoch und begrüßt Eckhardt Rehberg. Der CDU-Bundestagsabgeordnete besuchte gestern Vormittag die Firma Emano Kunststofftechnik in Teterow. Beim Rundgang durch die Werkhalle wird deutlich, was Geschäftsführer Hubert Börger meinte, als er bei der Vorstellung des Unternehmens behauptete:

„Wir bauen hier jedes Werkzeug, selbst von Ihrem Auto würden wir jedes Blech- und Plastikteil fertigen.“

Das war keineswegs übertrieben, sondern bringt die Flexibilität der Produktion in dem mittelständischen Betrieb zum Ausdruck. Und dieser Vielfalt der Erzeugnisse, der Beweglichkeit, auf die Forderungen des Marktes zu reagieren, ist es zu danken, dass die Firma ohne größere Einbrüche die letzte Krise überstand. „Wir hatten kurzzeitig 20 Leute in Kurzarbeit, bevor wir uns von einem Auftraggeber in der Glasindustrie trennten. Dort schwankte die Auftragslage enorm, das war wirtschaftlich schwierig zu handhaben und auch den Mitarbeitern nicht zumutbar“, erläutert Börger, der etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt. Mittlerweile läuft der Betrieb nicht nur auf vollen Touren, parallel wird umgerüstet. Neue CNC-Maschinen werden installiert.

“Die Leute stellen sich schnell auf wechselnde Anforderungen ein.”

Seine Firmenstrategie umreißt der Teterower Unternehmer dem Politiker so: „Wir setzen hier jede Idee in ein Produkt um. Wer zu uns kommt, muss nur genau wissen, was er will, da reicht eine Skizze. Wir haben eine Konstruktionsabteilung. Deren Entwurf wird von dem Programmierer für die CNC-Maschinen übersetzt. In der Mechanik werden die entsprechenden Formen gebaut und dann geht die Produktion los. Das alles in zwei bis vier Wochen.“ Die Produktpalette ist beachtlich. Sie reicht von der einfachen Wanne, über Wassertanks und Abdeckungen für Maschinen bis zu komplizierten Ölfiltern. Sogar ganze Jagdkanzeln werden gefertigt. Die Produkte aus Teterow werden europaweit vertrieben, bis in den Mittleren Osten reicht der Export. Die Basis dieses Erfolgs ist neben kaufmännischem Geschick exzellente Ingenieurleistung und Präzisionsarbeit. Die Ausbildung der Schlosser dauert hier vier, fünf Jahre. „Das ist lange, aber es zahlt sich aus. Die Leute beherrschen ihr Handwerk und können sich schnell auf wechselnde Anforderungen einstellen. Das ist unsere Stärke. In ganz Deutschland gibt es höchstens zehn vergleichbare Firmen“, gibt Hubert Börger preis.

Quelle: Nordkurier/Region Teterow; 14.08.2010; Seite 19



ein Kommentar


    Karl

    21.12.2010

    Man sollte die Arbeit dieser Männer achten. Toller Artikel!

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